Aus einem Interview mit Dan Armon 2002

Andreas Kreymeier: Also, ich fange mal mit der Frage an: Wie geschieht die Arbeit, um ein Lehrer und eine Lehrerin der Alexander-Technik zu werden. Und wie lehrst Du?

Dan Armon: Das Konzept. Ja. Ich lehre nur das, was ich selber gelernt habe. Dass Menschen üblicherweise in Gewohnheitsmustern arbeiten und dadurch aufhören, in Kontakt mit dem zu sein, was der Fluss des Lebens genannt werden kann. Im Innern werden sie immer weniger beweglich, und zunehmend eignen sie sich einen automatischen Gebrauch von sich selber an. Wenn sie anfangen mit der Alexander-Technik zu arbeiten, dann fangen sie an, hinter diesen Mustern zu arbeiten und finden mehr und mehr etwas, was originell ist und spontaner, hinsichtlich der Art, wie sie sich selbst gebrauchen. Sie entdecken in sich neue Möglichkeiten … im Augenblick definiere ich die Technik so … natürlich habe ich meinen eigenen Grund, warum ich mit Menschen arbeite und diese Technik lehre. Während ich in Kontakt mit dem anderen bin, zeige ich diesen Weg zu mehr Eigenem auf. Bei der Arbeit spüre ich auch selber, dass sie mir gut tut und ich mehr und mehr Mensch werde. Ich lerne in Kontakt mit anderen zu kommen. Das automatische Tun verhindert auf vielen Gebieten, dass man Mensch ist, so als ob man ein Schatten wird mit sehr beschränkter Möglichkeit dem anderen zu begegnen. In dem Augenblick wo du Stop zu all diesen beengenden Dingen sagst, arbeitest du daran einen größeren Raum zu schaffen, in dem du den anderen erkennst. Der andere wird voller und erhält mehr Farbe. Wenn du gewohnheitsmäßig mit der Welt kommunizierst, dann nimmst du Menschen immer öfter nur als Typen wahr und nicht als reiche menschliche Wesen, denn du projizierst dauernd auf sie nur deine eigene automatische Sichtweise. Wenn du mit einem Schüler arbeitest, fängst du an, Nein zu deinen automatischen Reaktionen zu sagen. Du öffnest die Tür, um den anderen in dessen Reichtum und Fülle des Lebens zu erkennen. Nicht nur als jemanden, der etwas von Dir will, und von dem du etwas willst. Dies passiert also, während du arbeitest. Ja. Du arbeitest mit einer bestimmten Art von Technik, aber, im selben Augenblick beginnt auch das Leben. Du entdeckst den anderen als Lebewesen, und dies hilft Dir, auch Dich selber als reich und lebendig zu entdecken.

A: Was sagst du zu der Zeit von drei Jahren, bis ein Student sich Lehrer nennen darf? Reicht das aus oder ist das zu lang?

D: Alexander hat diesen Rahmen geschaffen und in London und Israel und vielen anderen Orten hat man dies beibehalten und es bewährte sich. Ich weiß nicht, ob es der einzige Weg zum Erlernen der Technik ist, aber die drei Jahre haben sich bewährt, um sie zu lernen. Die Studenten haben aber für sich selber weiterzumachen. Mir selber gaben diese drei Jahre eine gute Basis, doch nicht wirkliches Verstehen. Verstehen kam erst später. Eine gute Basis ist dann gegeben, wenn du eine gute Schule hast, mit guter Arbeit. Das bedeutet eine gute Beziehung zwischen den Studenten und viel Feedback, wo Studenten untereinander kritisch sind. So ist der Anfang des Erlernens dieser Arbeit gefüllt mit viel gutem Kontakt. Wir sprachen heute in der Schule darüber: später bist du öfters alleine mit dir selber, dann ist all die Energie, die du in den drei Jahren erhalten hast, auch Energie für deinen Weg später. Dies alles ähnelt dem Baby, welches Milch saugt. In der Schulzeit erhältst du Energie für deine ganze spätere Zeit als Lehrer der Alexander-Technik. Also, wenn die Schule lebendig ist, mit einer guten Atmosphäre des Lernens, dann beeinflusst dies den ganzen späteren Weg. Die Schule ist ein Ort des eigenen Wachsens. Vieles wird man erst später verstehen, aber der Student bekommt von Anfang an Kraft mit, um für sich selber die Arbeit fortzusetzen. Es gibt in der Arbeit ein Auf und Ab, und oft sind Menschen allein; und hier müssen sie weiter machen, und sich selbst unterrichten. Es hängt viel von diesen drei Jahren ab, ob man für sich selber weitermachen kann.

A: Die Studenten lernen …

D: Natürlich lernen sie die Technik. Also sie lernen Stop zu sagen, Richtungen zu geben usw., aber all diese warme Atmosphäre um sie herum, auf die kommt es an, diese gibt ihnen den Mut und das Vertrauen, hier weiter zu machen, und das für die ganze spätere Zeit nach der Schule, ob sie es wissen oder nicht. Oft merken sie erst sehr viel später, was sie vom Lehrer erhalten haben. Die Verantwortung des Lehrers ist es, diese unterstützende Atmosphäre zu schaffen, nicht nur einen materiellen Beruf zu lehren. Das reicht nicht aus. Um die Technik zu verstehen sind drei Jahre gerade einmal der Anfang.

A: Um eine Schule zu leiten … ist natürlich eine ganz individuelle Sache, aber …

D: Ja, der Einzelne hat zu entscheiden, ob er es machen kann. Und dann hat er die Unterstützung dafür zu finden. Der Lehrer und die Lehrerin haben genau zu untersuchen, ob sie wirklich dafür bereit sind. Es gilt nicht nur, irgendeine formale Erfahrung zu haben. Wenn einer darüber nachdenkt, muss er ganz genau hinsehen, ob er reif dafür ist, ob er diese Entwicklung hat und ob er auch eine wirkliche Unterstützung von seinem eigenen Lehrer hat. Es ist nicht nur, dass man eine materielle Sache lehrt, es gilt eine Gesamtatmosphäre zu schaffen, um Raum zum wirklichen Lernen zu schaffen, um einen Raum für eine Gruppe zu erschaffen.

A: Wie lange hast Du bisher als Schulleiter gearbeitet?

D: Fast zehn Jahre, wenn ich alles zusammen zähle.

A: Wo hast Du zum ersten Mal Stunden genommen?

D: Mein erster Privatlehrer war zweimal die Woche Jehuda Kuperman. Dann hatte ich für einige Monate Unterricht bei Shmuel Nelken und er fragte mich, ob ich in die Klasse kommen wolle. Nach einem Jahr Privatunterricht ging ich zur Schule.

A: Was macht einen guten Lehrer aus?

D: Jemand, der sehr ernsthaft mit ganzem Herzen arbeitet, mit ganzem Herzen bei der Sache ist, das ist es, was einen Lehrer letztlich ausmacht. Dadurch entwickelt er auch die Technik weiter. Wenn er wirklich an sich arbeitet. Denn die Richtung, das Fließen der Energien und all dies, das alles ist in uns. Es ist nicht so, dass wir eine Art besonderer Kunst lernen, welche außerhalb von uns ist. Es ist alles innen drin. Nur, wir müssen ernsthaft hinschauen und ernsthaft lernen und dann tritt sie hervor. Wenn einer sich gegenüber diese Haltung hat – sagen wir, wie Shmuel – dann kann er ein sehr guter Lehrer werden. In seiner eigenen Weise natürlich. Es gibt verschiedenste Lehrer.

A: Was machst Du, dass dies für den Schüler ‘herauskommt’, dass die ‘Primärkontrolle’ anfängt wirkungsvoller zu arbeiten. Du sagst, dass alles in Dir ist, Du also keine fremde Kunst lernen brauchst. Es ist etwas in Dir, aber es ist noch sehr verdeckt.

D: Ja, Du musst an Dir immer wieder arbeiten, damit sie, die Primärkontrolle, dir mehr und mehr zur Verfügung stehen kann. Wenn Du die Gewohnheitsmuster, oder dieses automatische Tun in uns ansprichst … das ist wie ein Vorhang, und die freie Möglichkeit ist hinter diesem Vorhang. Und du musst immer wieder aufs Neue diesen Vorhang öffnen, Nein zu den Angewohnheiten sagen und dir dann Richtung geben, und dann treten diese fließenden Dinge hervor. Aber der Vorhang wird sich wieder schließen und es geht darum, dass er sich immer wieder öffnet. Du solltest nicht faul sein.

Der Vorhang ist ein Teil von uns. Diese Macht der Angewohnheiten ist auch etwas Positives. Ich will nicht, dass sie so einfach verschwinden. Sie sind Teil meines Lebens. Es gibt keinen Grund, sich ihrer völlig zu entledigen. Wir haben zu lernen, mit ihnen zu leben und aufzupassen, dass sie nicht destruktiv sind. Alles was wir lernen, daraus machen wir eine Angewohnheit. Es erreicht unser Erinnerungsvermögen und fängt an von selbst zu arbeiten. Dies ist der Prozess des Wachsens. Ja, und es hat Vorteile und Nachteile. Der Vorteil ist, dass wir nicht dauernd mit allem, was wir gelernt haben, umgehen müssen; wir können uns an diese Dinge, die ja in uns sind, erinnern und sie uns erarbeiten, um sie für uns nützlich zu machen. Das ist das Positive. Der Nachteil ist, mit der Zeit können wir sehr unbeweglich werden. Wenn ich z.B. die Gewohnheit habe in Berlin zu wohnen, und ich sehr an dieser Gewohnheit hänge, desto schwieriger wird es für mich z.B. in Bombay zu wohnen. So etwas findest du in allen Aspekten des Lebens. Die Frage ist: Wie werde ich beweglicher, um zu tun, was notwendig ist. Und hier setze ich mit der Technik an. Ich arbeite an mir selbst. Die ganze Alexander-Technik ist hierauf aufgebaut: Das Erkennen der Macht der Gewohnheiten in einem selbst, und sich hierzu sagen: Nein … und sich Richtung geben. Und je mehr du in der Technik entwickelt bist, desto tiefer wird das Erkennen der Macht der Gewohnheiten. Du lernst, was für ein wichtiger Faktor dies im Leben ist.

Die Alexander-Technik und die Macht der Gewohnheit (D. A. 2001)

Wer mit der Alexander-Technik arbeitet, kommt bald zu der Einsicht, dass fast alles, was er tut, unter der Macht der Gewohnheit steht. Sich dieser Macht bewusst zu werden, in jeder Lebenssituation und bei jeder Bewegung, ist die erste Aufgabe der Alexander-Technik.

Aber was ist das, die Macht der Gewohnheit? Ein Großteil unseres Lebens, kann man sagen, ist beherrscht von Erziehungsmustern und Denkgewohnheiten. Was wir als Kinder lernen, was wir kennen und womit wir vertraut sind, wiederholen wir ohne bewusstes Zutun unser ganzes Leben. Wer schon als Kind gewohnt ist, mit dem Kopf zu arbeiten, wird automatisch ein intellektueller Mensch. Wer sich früh an körperliches Arbeiten gewöhnt, wird fast zwangsläufig zum Arbeiter. Dabei sind wir abhängig von der Kultur, in der wir aufwachsen. Sie prägt unsere Denk- und Handlungsweisen mit den dazugehörigen Vorurteilen. Zivilisation, kann man sagen, ist immer ein System von Gewohnheitsmustern und Vorurteilen.

Die Macht der Gewohnheit ist für unser alltägliches Funktionieren und Überleben absolut notwendig. Gleichzeitig bezahlen wir für sie einen hohen Preis. Denn sobald sich das Leben verändert – was ständig geschieht – finden wir es schwer oder gar unmöglich, unsere eingespielten Verhaltensmuster ebenfalls zu ändern. Unsere Angewohnheiten stehen uns ständig im Weg. Sie beherrschen unsere Wahrnehmung der Welt, stören oder verhindern den klaren Blick auf die „Wirklichkeit“. Diese wird zu etwas Unerreichbaren, von uns selbst durch einen Abgrund getrennt. Auch dort, wo es notwendig ist, sind wir oft nicht in der Lage uns zu ändern. Wir leben nur einen Teil unserer Möglichkeiten. Wir leben auf einer aus Gewohnheiten gebildeten Insel. Mit dem Ganzen treten wir nicht in Kontakt.

F. M. Alexander, der Begründer der Alexander-Technik, kam zu der Einsicht, dass dieses grundsätzliche Getrenntsein von der Wirklichkeit in unserer Existenz begründet liegt. Zuallererst zeigt es sich in der Art und Weise, wie wir von uns selbst Gebrauch machen. Hier (in unserem Selbstverständnis und Selbstgebrauch) liegt die Ursache der Trennung von Körper und Geist. Zwar sind Körper und Geist, wie Alexander feststellt, an allem, was wir tun, beteiligt. Wir haben uns jedoch angewöhnt, beide Anteile voneinander zu trennen, und das auch noch, ohne es selbst zu bemerken. Aufgrund dieser Gewohnheit ist es uns unmöglich zu erkennen, wie wir uns tatsächlich gebrauchen.

Seit er denken kann, stellt sich der Mensch in unterschiedlicher Weise die Frage nach der Macht der Gewohnheit. Immer wieder hat er nach einem Weg gesucht, der ihn aus seinen engen Gewohnheitsmustern und beschränkten Sichtweisen herausführt, zu mehr Offenheit und Weite, im ständiger Kampf mit den Grenzen, die das vertraute Denken ihm auferlegt.

Alexanders Entdeckungen sind weitere Schritte auf diesem Weg. Ein Student der Alexander-Technik, der die Verbindung zwischen Körper und Gedankenwelt erforscht, der das lernt, was Alexander „bewusste Kontrolle“ nannte, wird schrittweise in die Lage versetzt, sich als ein Ganzes zu erfahren.

Die Trennung von Körper und Geist, die wir aus langer Gewohnheit in uns selbst herstellen, ist Ursache vieler Behinderungen und Krankheiten. Gelingt es uns aber, Körper und Geist wieder miteinander zu verbinden, hat das positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit und unsere gesamte Lebensqualität.

FLOW (D. A. 2001)

Sobald sich unser gewohnheitsmäßiges Tun und unsere Spannungen reduzieren, erreichen wir, gelegentlich, einen Moment des NICHT-TUNS, und dann kann sich unser Körper im Sinne von Vollständigkeit gestalten. Dieser Vorgang betrifft Körper und Geist gleichermaßen.

In dem Moment des NICHT-TUNS begegnen wir dem, was man als “FLOW” versteht. Patrick MacDonald nannte es „IT“. Der FLOW ist fließend und wir lassen ihn fließen mit so wenig Einschränkungen als möglich. IT arbeitet für sich selbst.

Dies hat viel mit unserer Gesundheit und unserem Funktionieren zu tun. Wenn wir unsere Statur in ihrer vollen Form zulassen, werden alle Arten von Druck verhindert. Man kann den Druck auf die Wirbelsäule vermeiden, welcher der Hauptgrund ist für Rückenschmerzen, Ischias, Kurzatmigkeit etc. Man kann neue Möglichkeiten finden, um mit Behinderungen umzugehen. Innere Organe finden mehr Raum, was Auswirkungen hat auf die Verdauung, Blutzirkulation und vieles mehr. Bewegungen im allgemeinen werden leichter. Man fühlt sich besser und spürt eine Art von Hochstimmung.

Der „FLOW“ ist ein neues Treffen mit der Natur innerhalb von uns, unverdeckt von unserem gewohnheitsmäßigen Verhalten. Wir werden aufmerksamer für unsere eigene Natur. Dies erneuert uns insgesamt, stärkt unsere Funktionen, unsere Einstellungen und unsere Kreativität.

Der Kontakt zwischen Menschen, die in der Alexander-Technik miteinander arbeiten, wird durch den FLOW sanfter und zarter. Dies führt zu Gefühlen von heiterer Gelassenheit und das Einfühlungsvermögen wächst.

Es wird möglich, mit dem NICHT-TUN in Berührung zu kommen, je mehr sich die eigene Erkenntnis über die Macht der Gewohnheiten vertieft. Nur dann können wir so arbeiten, dass wir automatischem Tun und Reagieren gegenüber innehalten. Nur dann kommen wir in Kontakt mit unserem FLOW.

NICHT-TUN (D. A. 2001)

Je mehr wir die Beeinflussung unserer Gewohnheitsmuster in uns wahrnehmen und ihnen Einhalt gebieten können, kommen wir in Kontakt zu unserem NICHT-TUN.

Im Zustand des NICHT-TUNS kommen wir in Begegnung mit dem, was bezeichnet wird als FLOW.

Im FLOW können unnötige Spannungen vermieden werden. Dies verbessert unsere Gesundheit, unsere Aktivität und führt uns allgemein zu positiver Entwicklung.

Der FLOW ist eine Begegnung mit der Natur in uns, nicht verdeckt von unserem musterbezogenen Verhalten. Wir werden uns unserer eigenen Natur bewusst.

NICHT-TUN

Der Zustand des NICHT-TUNS im Selbsterleben gleicht dem Leerlauf beim Autofahren. Ohne Auskupplung des Getriebes, ohne Leerlauf, kann man nicht in einen anderen Gang schalten. Die Funktionalität und Beweglichkeit des Autos wäre ohne diese Schaltmöglichkeit erheblich beeinträchtigt. So beschränkt, wie wir gewöhnlich von unseren Möglichkeiten Gebrauch machen, gleichen die meisten von uns einem Auto, das nur einen einzigen Gang benutzt. Erlernen wir das NICHT-TUN, schaffen wir uns zunehmend Raum für den gelassenen Zustand unseres Körpers und erweitern damit unsere Beweglichkeit.

Im NICHT-TUN reduzieren wir unsere gewöhnliche Spannung auf ein Minimum. Wir erleben und erforschen dabei das, was wir vorfinden, das, was einfach da ist und existiert, die grundlegende Kraft unseres Lebens, die sich auf diese Weise frei und natürlich entfalten kann.

Alexander-Technik und Gesundheit (D. A. 2001)

Allein dadurch, dass wir im täglichen Umgang mit uns selbst die Macht der Gewohnheit schwächen, ihren Einfluss reduzieren, und unserem Körper erlauben, seiner Natur zu folgen, in seinen ursprünglichen Fluss zurückzukehren, nehmen wir großen Einfluss auf unsere Gesundheit.

Die Alexander-Technik löst viele Arten von Schmerzen und verhindert Krankheiten. Besonders hilfreich ist sie bei Rücken- und Nackenschmerzen, bei Funktionsstörungen der Gliedmaßen, bei Ischias und Hexenschuss, bei Migräne und Beschwerden, die von der Wirbelsäule herrühren. Auch bei Asthma, hohem Blutdruck und Verdauungsschwierigkeiten hat sie beachtliche Erfolge gezeigt.

Sie zielt auf eine tiefgreifende Erneuerung und Belebung. Der Körper entdeckt seine natürliche Beweglichkeit und findet zu neuer Lebenskraft, die den Altersprozess verlangsamt.

Und nicht zuletzt: Das innere Wohlbefinden verbessert sich spürbar. Lebenskraft und Lebensfreude nehmen zu.

Alexander-Technik und darstellende Künste (D. A. 2001)

Darstellende Künstler gehören zu den Menschen, die am ehesten ihre selbsterzeugten Grenzen spüren und unter ihnen leiden, weil sie sie in ihrer Schaffenskraft behindern.

Viele von ihnen nutzen die Alexander-Technik als ein Angebot, ihre Beweglichkeit zu schulen und zu verfeinern, als Weg, ihre Kunst zu vervollkommnen. Während viele andere erst dann nach Hilfe suchen, wenn sie schon krank sind, kommen diese Künstler zur Alexander-Technik, schon bevor eine Krankheit auftritt. Unter denen, die sich zum Lehrer an der „Schule für Alexander-Technik Dan Armon, Berlin“ ausbilden, sind Musiker, Schauspieler, Tänzer und Sänger. Sie arbeiten hier an der Entfaltung dessen, was Alexander „the Use of the Self“ nannte, an der Entwicklung eines bewussteren und freieren Umgang mit dem „Selbst“ und seinen unerschöpflichen Möglichkeiten.

Die Alexander-Technik dient vor allem der Vorbeugung. Sie ist nutzbar für jeden Menschen, ob Mann oder Frau, der den Wunsch hat, seine natürliche Gesundheit so lange und so umfassend wie möglich zu erhalten. Aber nur wenige machen sich ihre Möglichkeiten zunutze, bevor sie nicht selbst unter einer Krankheit leiden. Von der Alexander-Technik kann jeder profitieren, in besonderer Weise jedoch der Künstler und seine Kunst.

Choosing an Alexander Technique school (D. A. 2005)

Choosing a school in which you are going to study the AT is not a simple task. A beginner has no idea into what process s/he is entering, so in a way, s/he can’t really choose. But nevertheless the choice has to be made. Do not choose a school after only one short visit. Give the school a period of visits to develop a deeper experience and understanding of what is happening there. It is not like buying in a shop. choosing a school means also choosing your teacher. This teacher is going to influence your life. It is true you only have your intuition to rely on, nevertheless don’t be in a hurry. It is good to take some private lessons and to have a serious and intimate conversation with him/her. It is also good idea to talk with students about their studies.

The Alexander Technique is a wisdom, which cannot be learnt from books, but is taught from person to person, from generation to generation. So, it is important to check the relationship between the director of the school and his/her teachers. These are the teachers from whom s/he received a diploma and by whom s/he was an assistant. Do they confirm his/her being a leader of a school? The teachers who gave him/her a diploma and by whom s/he assisted know this person well and his/her work intimately. Don’t hesitate to ask about it the people involved.

Many schools try to attract your attention by offering supplementary subjects. This is not relevant. It has nothing to do with the main experience you are going to go through.

Having made all these inquiries, of course, you will only have your feelings to rely on. But please remember, the person you choose is going to guide you in a process that will change your life.